Konstruktive Weite

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Iso Camartin in seinem Text “Die Enge, die Weite”zur Ausstellung im Museum Chasa Jaura: «Hier liegt für mich die Kernerfahrung dieser Begegnung von Heimatmuseum mit der Kunst von Rita Ernst: Ein Heimatmuseum treibt von seinem Wesen und Ziel her Erinnerungskultur, muss dies auch tun, um der Schnelllebigkeit und Vergesslichkeit unseres Alltags ein bisschen heimzuleuchten! Die Bilder von Rita Ernst dagegen befördern „Visionskultur“, sind meditative Einübungen in etwas, das nicht vorbei ist, sondern das es täglich neu zu entdecken gilt. Allem voran die Schönheit, die das Leben uns zu bieten hätte, wenn wir nur richtig zu sehen vermöchten. Wir lernen, diese Schönheit zu entdecken durch den Nahblick und den Fernblick. Gerade das Reisen weckt unseren Hunger nach Schönheit in nachhaltiger Weise.

Seit die Bilder der Rita Ernst im Museum der Chasa Jaura hängen, muss man den Museumsbesuch im Münstertal als eine Reise ansehen mit unerwartet sich bietenden Ein- und Ausblicken in den Reichtum, den die Welt unseren Sinnen und unserem Geist in immer neuen Formen als Lebenschance bietet. Wir brauchen beide: die Geschichte und unsere Imaginationskraft, um die Zukunft zu bewältigen. Und schon gar brauchen wir Realität und Vision, um in diesem Leben irgendwann doch noch unser Glück zu finden. Es gibt Bilder von Rita Ernst, die Glück und Schicksalsdankbarkeit ausstrahlen. Vielleicht sehe ich sie gerade darum so gern.

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