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Ohne Ordnung und Struktur kann sich schlechterdings keine Form bilden. Doch die sogenannten schönen Formen haben immer auch mit einer Brechung von Ordnung zu tun. So entsteht die Schönheit vor allem immer dort, wo eine Vertäuung mit dem Lebendigen erfolgt. Rita Ernst spielt mit Ordnungssystemen, ihr geht es immer auch um ein Ausbrechen aus festen Strukturen. Ausserdem interessierte sich die Künstlerin von Anfang an nicht für die Einfachheit, sondern vielmehr für Komplexität. Dadurch, dass sie Formen und Strukturen fortwährend verändert und in neue Zusammenhänge bringt, ist sie diesem Moment auf der Spur, in dem Schönheit entsteht.

Dr. Wita Noack, Direktorin im Mies van der Rohe-Haus, Berlin